Ein Tag in der Oase von Huacachina

huacachina oasis

An meinem zweiten Tag in Lima schrieb ich Lara, die ich auf dem Lost City Trek kennengelernt hatte, wo sie sich denn gerade befinde. „Wer weiss“, dachte ich mir, „vielleicht will es der Zufall so und wir können uns bald irgendwo treffen!“ Dass sie aber noch am selben Tag von Bogotá nach Lima fliegen würde, hätte ich niemals gedacht. Ich wechselte also mein Hostel (das sowieso kein heisses Wasser hatte, weswegen ich zwei Tage lang nicht geduscht hatte 😉 ) und wartete darauf, dass Lara und ihre Freundin Dana ankamen. Da die beiden nicht sonderlich an Lima interessiert waren (zu Unrecht, wie ich finde), wollten sie bereits am nächsten Tag weiterreisen in die kleine Oasenstadt Huacachina. Also warf ich kurzerhand meine Reisepläne für den Norden Perus über den Haufen und buchte mit ihnen den Bus nach Huacachina für den nächsten Tag. Wer sagt denn, dass man immer schön von Norden nach Süden reisen muss? Ich kann ja schliesslich auch zuerst Südperu erkunden, dann den Norden besuchen und anschliessend wieder in den Süden nach Chile reisen (auch wenn dieser Plan bereits bei einigen anderen Reisenden für Stirnrunzeln gesorgt hat).

Als wir nach der ca. sechsstündigen Busfahrt in Huacachina ankamen, waren wir sogleich beeindruckt von den imposanten Sanddünen, die rund um die kleine grüne Oase wie Hauswände hochragten. Wir wechselten von unseren Lima-Outfits (lange Hosen, Jacke) auf passendere Wüsten-Outfits (Shorts, T-Shirt) und machten uns sofort daran, die eine grosse Sanddüne zu erklimmen, damit wir uns von dort aus den Sonnenuntergang ansehen konnten. Die Aussicht von da oben war atemberaubend – Sand in verschiedensten Formationen so weit das Auge reicht! Nach dem Sonnenuntergang wurde es sehr schnell sehr kühl und wir beschlossen, die steile Düne auf direktestem Weg wieder zu verlassen: indem wir geradeaus hinunterrannten! Das war so berauschend, dass wir die Sache am nächsten Tag noch einmal wiederholten, dieses Mal mit der Actionkamera, montiert auf dem Selfiestick. Falls die Internetverbindung einmal stark genug ist, werde ich versuchen, das Video hochzuladen, es ist ziemlich unterhaltsam. 😉

huacachina oasis

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Unser zweiter Tag in der Oase war ganz der Action gewidmet: Wir hatten eine Sandbuggy-Fahrt inkl. Sandboarding gebucht. Obwohl das Sandboarding cool war und vor allem in den steileren Sanddünen einen gewissen Kick brachte, gefiel uns die Sandbuggy-Fahrt um Welten besser! Sie war wie eine Achterbahnfahrt durch die Sandlandschaft in einem alten, ächzenden, auto-ähnlichen Gefährt. Wir kreischten und lachten meistens gleichzeitig, da wir im selben Moment Angst hatten, dass unser Gefährt kippt, aber auch so Adrenalin-trunken waren, dass es einfach nur genial war.

huacachina oasis

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sandboarding

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