Stromschnellen und luftige Höhen in San Gil

san gil adventure

Nach den Strapazen des Ciudad Perdida Treks brauchten wir alle zunächst einmal ein paar Tage Ruhe und Erholung und entschlossen uns deshalb, nach Palomino an den Strand zu fahren. Wir verbrachten dort ein paar entspannte Tage, genossen den Strand, das Meer und die Sonne, liessen uns mit Schwimmreifen einen Fluss hinuntertreiben, übten Yoga neben dem Pool und nutzten die Happy Hour um Cocktails in Strandbars zu trinken. Danach teilte sich unsere Gruppe auf und wir reisten alle in verschiedene Richtungen weiter.

Für mich ging es via Santa Marta in Richtung Süden (und allgemeine Richtung Bogotá) nach San Gil. Ich nahm den – erstaunlich gemütlichen – Nachtbus und kam nach etwa 10 Stunden Fahrt und guten 5 Stunden Schlaf mehr oder weniger fit im kleinen Städtchen San Gil an. Eigentlich würden bereits der nette Ort und die gemütliche Stimmung hier reichen, um Touristen anzuziehen. Die meisten kommen aber nicht deswegen. Sie kommen wegen der Abenteuersportarten, für die die Region um San Gil bekannt ist.

Wie ihr wahrscheinlich wisst, bin ich nicht unbedingt der Abenteuersportfreak, aber da ich nun schon hier war, konnte ich es mir nicht entgehen lassen, ein paar der Angebote auszuprobieren.

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Als Erstes auf meinem Programm stand River Rafting. Hier hat man die Wahl zwischen zwei verschiedenen Flüssen: dem Río Fonce und dem Río Suárez. Der Río Fonce verfügt über Stromschnellen der Kategorien 1-3 und ist eher eine Anfängerstrecke. Der Río Suárez hingegen wird vom Lonely Planet wie folgt beschrieben: „Der gefährliche und (mit-)reissende Río Suárez bietet Rafting der Weltklasse und selbst alte Hasen auf dem Gebiet begegnen dem Fluss mit jeder Menge Respekt.

Genau einmal dürft ihr raten, welchen Fluss ich gewählt habe.

Ja, den Río Suárez.

Wir wurden wir zuerst mit einem Minivan etwa eine halbe Stunde aus dem Ort rausgefahren bis zur Einstiegsstelle in den Fluss. Dort bekamen wir unsere Rettungswesten, Helme und Paddel und mussten zuerst einmal das Boot in den Fluss hinuntertragen. Dann folgte eine zwanzigminütige, sehr detaillierte und aufschlussreiche Sicherheitsinstruktion inklusive Demonstration der verschiedenen Szenarien, die während der Fahrt passieren können. Danach war es endlich soweit, wir konnten in unser Boot einsteigen und unsere Plätze einnehmen. Etwa zehn Minuten lang übten wir noch einmal die verschiedenen Manöver im ruhigen Gewässer – dann ging es los!

Hier lasse ich nun die Bilder sprechen, denn die Fahrt ist nur schwierig in Worte zu fassen. Es war auf jeden Fall unglaublich, wir hatten einen Höllenspass und die Fahrt verging wie im Flug!

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Im ruhigeren Teil des Flusses konnten wir hineinspringen und uns dann mit der Rettungsweste treiben lassen.

Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen.

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Wieder zurück ins Boot zu kommen war dann etwas schwieriger. Zum Glück hatte ich starke Unterstützung.

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Ziemlich cool, diese rasante Fahrt durch die vielen Stromschnellen! Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich River Rafting gemacht habe.

Da ich beschlossen hatte, zwei Tage in San Gil zu bleiben, musste ich natürlich noch eine weitere Abenteueraktivität ausprobieren. Ich wählte Gleitschirmfliegen. Bereits vor meiner Reise wollte ich schon lange einmal einen Tandemflug machen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Deshalb dachte ich mir, das ist DIE Gelegenheit, es endlich zu versuchen.

Ich buchte einen Flug im Chicamocha Canon, der eine wunderbar eindrückliche Kulisse für den Flug abgab.

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In die Wolken hineinzufliegen ist in Europa verboten, da man so keine Ahnung hat, wo man hinfliegt und was sonst noch in der Luft unterwegs ist. Zum Glück habe ich dies erst nach dem Flug erfahren!

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Leider kann ich vom Gleitschirmflug nicht ganz so Gutes berichten wie vom Rafting, denn mir (und vor allem meinem Magen) war es nicht wirklich wohl in dieser luftigen Höhe mit den vielen Kurven. Aber ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe. Und die Aussicht von so weit oben war schon echt beeindruckend.

One thought on “Stromschnellen und luftige Höhen in San Gil

  1. Liebe Carla
    Super tolle Beiträge! Endlich kam ich einmal dazu einiges von dir zu lesen. Du hast ja schon ganz schön viel erlebt.
    Ich habe aber auch noch Spannendes über die Türkei entdeckt!
    Machs guät und liebe grüsse
    Gotti Monika

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