Zwei Tage offline im Parque Tayrona

Parque Tayrona

Die Hitze in Cartagena war erst der Anfang, denn als ich an meinem nächsten Stopp in Santa Marta ankam, war es dort genau so heiss. Doch nur durch die Hitze liess ich mich natürlich nicht davon abbringen, mir von hier aus eine der Top-Sehenswürdigkeiten Kolumbiens anzuschauen: den Parque Tayrona.

Der Nationalpark befindet sich an der Karibikküste und umfasst einen Küstenabschnitt von 35km und eine Fläche von insgesamt 15’000 Hektar. Seinen Namen hat der Parque Tayrona vom indigenen Stamm der Tayrona-Indianer erhalten, die früher im Gebiet der Sierra Nevada de Santa Marta (zu dem auch der Nationalpark gehört) gewohnt haben. Heutzutage leben in der Sierra Nevada noch vier indigene Völker: die Arhuaco, die Kogi, die Wiwa und die Kankuamo. Zu diesen Völkern werde ich euch aber in einem anderen Beitrag mehr erzählen.

Den Parque Tayrona besuchen die meisten Touristen vor allem wegen der wunderschönen Strände, zu denen man nur gelangen kann, indem man zwei Stunden lang durch den Dschungel wandert. Gemeinsam mit ein paar Leuten, die ich in meinem Hostel am Abend zuvor kennengelernt hatte, nahm ich also den Weg durch den Dschungel in Angriff.

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona
Wer zu faul war um den Weg zu Fuss zu gehen, konnte sich auch ein Maultier buchen.

Nach zwei Stunden schweisstreibender Wanderung kamen wir schliesslich in Cabo San Juan an, wo sich ein kleines Restaurant, ein Campingplatz mit Zelten und Hängematten und der einzige Badestrand des Parks (die anderen Strände haben zu gefährliche Strömungen, deshalb ist dort Baden verboten) befinden. Wir buchten für jede/n von uns eine Hängematte für die Nacht und konnten uns dann gar nicht schnell genug umziehen, um uns ins erfrischende Meer zu stürzen.

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona
In der kleinen Hütte hat es auch Hängematten, in denen man die Nacht verbringen kann, aber die waren leider alle schon ausgebucht, als wir ankamen.

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona
Unser gemeinsames „Schlafzimmer“ für eine Nacht.

Wir verbrachten zwei sehr entspannte Tage ohne jeglichen Kontakt zur Zivilisation – hier gab es weder Wifi noch sonstigen Empfang – und eine ziemlich unbequeme Nacht (Könnt ihr in Hängematten schlafen? Ich nicht.) in Cabo San Juan und genossen die gemütliche Campingplatz-Atmosphäre. Danach ging es für uns wieder zurück nach Santa Marta, wobei wir uns entschieden, für den Rückweg einen anderen Wanderweg zu nehmen als wir für den Hinweg genommen hatten. Wir dachten eigentlich, dass dieser Weg kürzer wäre (er sah auf der Karte kürzer aus – was natürlich nichts heissen soll, ich weiss!), stellten dann aber bald fest, dass wir uns eine ziemlich happige Wanderung bzw. Kletterpartie durch den Dschungel vorgenommen hatten. Sie dauerte mit 4.5h mehr als doppelt so lange und war sicher dreimal so streng, denn rund drei Stunden waren ausschliesslich bergauf.

Etwa auf halber Strecke kamen wir nach Pueblito, einem prähispanischen Dorf, in dem früher die Tayrona gewohnt hatten. Hier konnten wir unsere Wasserflaschen auffüllen, mit einem kleinen Snack etwas Energie tanken und so gestärkt die zweite Hälfte in Angriff nehmen.

Parque Tayrona

Parque Tayrona

Parque Tayrona
Überall Dschungel, so weit das Auge reicht.

Alles in allem ist die zweite Wanderung im Nachhinein doch ziemlich cool gewesen, wir waren einfach überhaupt nicht darauf vorbereitet gewesen und hatten etwas ganz anderes erwartet. Wir kamen am Nebeneingang im Dörfchen Calabazo aus dem Nationalpark heraus, nahmen von dort den Bus nach Santa Marta und gönnten uns erstmal eine lange, kalte Dusche.

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